Bezahlbarer Wohnraum – jetzt dranbleiben!

Die gestrige 1. Mai-Kundgebung in Winterthur stand im Zeichen des Themas «bezahlbarer Wohnraum». Dass der diesjährige Feiertag diesem Motto verpflichtet war, ist keine Überraschung: Die Mieten im Kanton Zürich und in der Stadt Winterthur sind in den letzten Jahren angestiegen. Gleichzeitig stehen immer weniger Landreserven zur Verfügung, um bezahlbare Wohnungen zu schaffen.

Diese Herausforderungen beschäftigen auch die Politik: So hat das Stadtparlament im April die Volksinitiative «Wohnen für alle» beraten. Die Initiative verlangt, dass sich die Stadt aktiv für bezahlbare und hochwertige Wohnungen und Gewerberäume einsetzt. Mindestens ein Viertel aller Mietwohnungen sollen gemeinnützig verwaltet und ohne Gewinnabsichten vermietet werden. Der Stadtrat hat einen Gegenvorschlag dazu erarbeitet. Dieser sieht vor, dass bis 2040 durchschnittlich 120 Wohnungen pro Jahr im Eigentum von gemeinnützigen Wohnbauträgern, die ohne Gewinnabsichten dem Prinzip der kostendeckenden Mieten verpflichtet sind, geschaffen werden. Das Stadtparlament hat nun den Gegenvorschlag dahingehend angepasst, dass jährlich 150 Wohnungen geschaffen werden sollen. Diese sollen zwar dem erwähnten Prinzip unterliegen, müssen aber nicht zwingend gemeinnützigen Wohnbauträgern gehören. Die Stimmberechtigten werden an der Urne über Varianten abstimmen können.

Die Volksinitiative, unser Gegenvorschlag und die Vorlage des Stadtparlaments weichen inhaltlich voneinander ab. Uns alle – Initiant:innen, Stadtrat sowie Stadtparlament – verbindet jedoch, dass wir uns der Not bewusst sind. Und dass wir die Anliegen sehr ernst nehmen. Im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten unternehmen wir alles, um der Bevölkerung bezahlbares Wohnen zur ermöglichen.

Auch mir persönlich ist es wichtig, mich für dieses Anliegen einzusetzen. Als Mitglied des Initiativkomitees «mehr bezahlbare Wohnungen im Kanton Zürich» bekenne ich mich zu einer aktiven Politik, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Im Wesentlichen fordert die Initiative ein kommunales Vorkaufsrecht an Grundstücken zur Förderung des gemeinnützigen und preisgünstigen Wohnens.

Es stehen somit in der nächsten Zeit wichtige politische Fragen an, über welche Sie an der Urne entscheiden können. Schaffen wir die Rahmenbedingungen, das Anliegen von bezahlbarem Wohnraum voranzubringen. Bleiben wir jetzt gemeinsam dran!