Danke für solche Briefe

Was für eine Morgenlektüre? Im Landboten zeigt sich bei den Leserinnen-Briefen die ganze Ausgangslage dieser Wahlen auf kleinstem Raum:
Bert Hofmänner, als Vertreter des KMU-Verbandes, schreibt für Annetta Steiner – und zeigt, dass es eben darum geht, nach dem 7. Juli nicht wieder eine Stadtregierung zu haben, deren Mehrheit von KMU-Verband, Arbeitgebervereinigung und Handelskammer abhängig ist. Diese Verbände stehen uns gerade auch in der Umweltpolitk, beim Verkehr und im Bereich Klima diametral gegenüber. Seine Unterstützung für Annetta Steiner zeigt glasklar, warum eine Verteidigung der grün-sozialen Mehrheit wichtig ist. Hofmänner meint, die dreier Vertretung der SP sei rechnerisch nicht zu rechtfertigen – aber offenbar hat er keine Probleme, eine 5er Vertretung des KMU-Verbandes zu rechtfertigen.

Brigitte Berginz hingegen schreibt, dass sie als Frauenstreikende lieber einen Mann mit sozialer Verantwortung wählt. Ihr Brief zeigt auch schön um was es uns geht: um eine Stadt, in der niemand ausgegrenzt wird, und in der «Sparen» nicht das einzige Ziel sein darf.

Auch Peter Müller antwortet auf einen früher erschienen Brief der Partnerin des ehemaligen glp-Präsidenten, in dem diese mich als unfähig dargestellt hat. Er kontert überzeugend. Nun, ich überlasse es den Stimmberechtigten, dies einzuschätzen, danke aber Peter Müller und Brigitte Berginz für ihre überzeugenden Antworten.

Ein letzter kurzer Brief schliesslich greift eine zumindest unklare Information des Landboten auf: dieser hatte mit einem Bezug auf einen Facebook-Post von Yvonne Beutler behauptet, ich hätte den Frauenstreik als Wahlkampfauftritt verwendet. Das zeigt, dass wir halt immer auch wieder mit Vereinfachungen konfrontiert sind.

Umso wichtiger ist Eure persönliche Werbung in Eurem Umfeld: nehmt die Briefe zum Vorbild, und informiert  Verwandte, Bekannte, Kolleginnen und Kollegen. JETZT WÄHLEN!

Auch der Tages-Anzeiger geht heute auf den Wahlkampf in Winterthur ein…
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Marisa Eggli schildert die Ausgangslage folgendermassen: wenn wir gewinnen, entspricht das den Erwartungen, wenn die glp gewinnt ist das für sie ein grandioser Sieg und die SP ein Debakel. Frau Eggli – obwohl Winterthurerin – lässt aber wichtige Faktoren weg.

So schreibt sie mit keinem Wort, dass Frau Steiner von KMU-Verband, Arbeitgebervereinigung und Handelskammer unterstützt wird. Auch die Unterstützung der glp-Kandidatur durch die EVP ist der Journalistin entgangen. Andererseits behauptet sie, die SP stagniere, die glp sei im Aufstieg. Das kann sie schreiben – aber die Resultate der letzten Wahlen haben gezeigt, dass auch die SP stark in Form ist. So, fertig mit der kurzen Presseschau. HAST DU SCHON GEWÄHLT? Sonst unbedingt jetzt wählen und ab die Post.