Mova, MFW und Winterthur

Letzten Freitagnachmittag am Bahnhof Winterthur. Ein Zug leert sich. Unzählige kleinere und grösser Pfadis kommen aus ihrem Bundeslager nach Hause. Die Rucksäcke sind manchmal fast grösser als die Kinder. Ihre Gesichter lassen Müdigkeit erahnen. Und trotzdem: Ihre Gesänge hallen nach. «Mova, mova, on y va», «Bergä versetze», «Charlotta»… Das Bundeslager war in den letzten Wochen omnipräsent. Junge zwischen 16 und ca. 30 Jahren haben das Riesenprojekt bewunderswert professionell durchgezogen. Auch aus Winterthur waren einige hundert Pfadi und Wölfe mit dabei. Sie kamen in den Genuss eines Erlebnisses, das ihnen ihr Leben lang bleiben wird.

Am Mittwoch wurden die 47. Musikfestwochen eröffnet. Sie haben sehr viel Gemeinsamkeiten mit dem Bula. Auch an den MFW arbeiten hunderte freiwillige Helferinnen und Helfer. Auch bei den MFW sind es motivierte Junge, welche das Projekt hochprofessionell organisieren. Seit 47 Jahren finden sich immer wieder neue Menschen zu einem Team. Klar gibt es auch in diesen Teams immer mal wieder schwierige Momente. Jemand mag nicht mehr. Die Nächste springt ein. So werden Hürde um Hürde überwunden. Am Ende schaffen Pfadi und MFW einmalige Erlebnisse für die Gesellschaft. Unbezahlbar.

Sowohl Pfadi wie MFW ermöglichen jungen Menschen früh, Verantwortung zu übernehmen. Sie setzen nicht nur die Ziele hoch. Sie erreichen diese auch. Obwohl das manchmal unglaublich scheint. Manchmal sehne auch ich mich nach einem solchen Projekt für unsere Stadt: Nach einem Projekt, bei dem gross gedacht werden darf. Nach einem Projekt, das mit den Herausforderungen wächst. Und bei dem die Beteiligten mitwachsen.

Lassen wir uns doch auch als Stadt etwas von den Mova-Gesängen und der Musik der vielen Gruppen, die in den nächsten Tagen auf der Steibi oder am Kirchplatz auftreten inspirieren.

Wir müssen nicht immer schon im Voraus die gedankliche Schere ansetzen und klein denken. Auch als Stadt. Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer, gute Konzerte und viele inspirierende Momente. Und: Jetzt schon vielen Dank dem MFW-Organisationskomitee und den vielen Freiwilligen.

Ihr Kaspar Bopp,
Stadtrat