Für ein gutes Stadtklima

Winterthur verändert sich. Errungenschaften zu verwalten und die Beschwörung der Vergangenheit reichen da nicht, um eine Stadt für alle zu gestalten. Es braucht einen gemeinsamen Willen zur Zusammenarbeit. Das haben glp, EVP, Grüne und SP erkannt und sich für die Stadtratswahlen zusammengeschlossen. Dieses Team setzt auf gemeinsame Lösungen, statt der Beschimpfung der städtischen Bevölkerung oder der Hetze gegen Coronamassnahmen. Rücksichtslosigkeit und «Mehr Parkplätze» sind kein Programm der Zukunft. Ich kandidiere für ein städtisches Winterthur, das nach vorne schaut.

Denn Winterthur ist gefordert. Das Bevölkerungswachstum. Die Klimaveränderung. Unsere ökologischen Grundlagen. Die Corona- Pandemie hat uns im Innersten getroffen. Da hilft Blockieren und verweigern nichts.

Auch vor hundert Jahren war Winterthur gefordert. Die damalige Kernstadt und die umgebenden Gemeinden waren zerstritten. Schliesslich haben sie sich zusammengerauft. Gegen grosse Widerstände, welche den Untergang der Stadt voraussagten, kam es zur Stadtvereinigung. Ein Pionierwerk war die erste Zonenordnung für eine Schweizer Stadt überhaupt. Winterthur wurde dadurch zur «Gartenstadt», die wir kennen und lieben.

Vor 50 Jahren war es der Einsatz für eine autofreie Altstadt, die mit denselben Argumenten bekämpft wurde, wie heute eine neue Gemeindeordnung oder die Parkplatzvorlagen. Zuviele Vorschriften. Zu bürokratisch. Das Ende der Demokratie. Auch die konservative Partei des Stadtpräsidenten singt dieses Lied.

Studierende, Ingenieur:innen, Top IT-Cracks und Bankangestellte prägen das Bild von Winterthur genauso wie junge Familien, Alleinerziehende oder aktive Senior:innen. Neues Leben ist in die Industrieviertel eingekehrt. Handwerker:innen wissen sich vor Aufträgen kaum zu helfen.

Es ist Zeit, dass auch im Stadtpräsidium eine neue Generation vertreten ist und diesem Wandel gerecht wird. Ich suche gemeinsam mit allen im Stadtrat, mit dem Parlament und mit Ihnen nach Lösungen, die in Zukunft nicht mehr wegzudenken sind. Genau wie heute die autofreie Steinberggasse, der Graben, der Eulachpark oder das breite Sport- und Kulturangebot. Vieles ist möglich. Wenn man denn will.

Für ein gutes Stadtklima – in jeder Beziehung.

Kaspar Bopp

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen:
kaspar@kasparbopp.ch

Hinweis: Dieser Text ist auch als Kolumne in der Winterthurer Zeitung vom 16. September 2021 erschienen.

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