Superleague der Städte und Gemeinden

Die ersten Superleague-Spiele des FCW auf der Schützenwiese haben mich begeistert. Zwar fehlt bisher der Durchbruch, aber der FCW kämpft, und war meist ein durchaus ebenbürtiger Gegner. Aber der FCW muss kämpfen. Und er muss auch mal unten durch. Trotzdem können wir uns freuen. Und wir stehen zum FCW in der Überzeugung, dass sich der Einsatz letztlich auszahlen wird.

Sie entschuldigen, dass ich schon wieder den Vergleich zum FCW herbeiziehe. Aber lassen Sie mich erklären weshalb dieser Vergleich einfach so gut passt. Im Gegensatz zum FCW ist Winterthur bezüglich Standortattraktivität seit Jahren in der Superleague. In einer kürzlich publizierten Untersuchung der Credit-Suisse zur Standortattraktivität belegt die Stadt Winterthur auch dieses Jahr Rang 11 von 110 Wirtschaftsregionen der Schweiz. Auch die Handelszeitung hat die Attraktivität der Schweizer Gemeinden untersucht. Bei den gut 900 grössten Gemeinden der Schweiz hat Winterthur gegenüber dem letzten Jahr einen Sprung von Rang 138 auf 93 gemacht und steht damit hinter Zürich an 2. Stelle der Grossstädte.

Die beiden Rangierungen stehen in einem deutlichen Widerspruch zu häufig gemachten Aussagen über Winterthur und seine Attraktivität – gerade auch aus Wirtschaftskreisen und von Politiker:innen. Statt zu Winterthur zu stehen und seine Stärken zu betonen, werden die schwärzesten Zukunftsszenarien an die Wand gemalt. Dies führt dazu, dass Winterthur seine Stärken nicht voll ausspielen kann, sondern immer wieder Energien aufwenden muss, das traurige Bild zu korrigieren. Das verhindert neue Initiativen und Weiterentwicklungen, die notwendig sind, will Winterthur auch in Zukunft in dieser Liga der Städte und Gemeinden mitspielen.

Dem FCW ist nicht geholfen, indem wir uns auf die negativen Resultate konzentrieren. Dem FCW hilft aber, wenn wir ihn weiter unterstützen. Und so geht es auch bei der ganzen Stadt. Konstruktive Unterstützung bringt Winterthur weiter als ideologische Kritik am Stadtrat und der Verwaltung. Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung. Und wünsche dem FCW, dass ihm bald ein Sieg gelingt.

Ihr Kaspar Bopp,
Stadtrat