«Die Lieblingsstadt»

Winterthur ist die Lieblingsstadt vieler Menschen und Unternehmen. Winterthur ist auch meine Lieblingsstadt. Sie mitzugestalten und voranzubringen ist einer meiner Beweggründe, weshalb ich mich politisch in der SP engagiere. Vor zwei Jahren haben mich die Stimmberechtigten in den Stadtrat gewählt. Mit dem Departement Finanzen habe ich einen Bereich übernommen, der in Winterthur seit Jahren im Kreuzfeuer der sogenannten Sparallianz steht. Ein Bereich, in dem sich deutlich zeigt, ob sich Winterthur entwickelt, oder vor sich hin wächst…

Damals habe ich betont, dass eine zukunftsgerichtete Finanzpolitik sich primär nach der Frage richtet: was wollen wir für eine Stadt? Wenn sich Finanzpolitik darauf beschränkt, Ausgaben zu vermeiden und Steuer zu senken, ist keine nachhaltige Entwicklung – sowohl der Stadt aber auch ihrer Finanzen möglich.

Vor 100 Jahren hat Winterthur den grössten Entwicklungssprung seiner Geschichte gewagt: die Stadtvereinigung. Aus Töss, Wülflingen, Veltheim, Oberwinterthur und Seen wurden Stadtteile. Dies war nach den Kriegsjahren und einer überaus angespannten Finanzlage ein Schritt nach vorne. Er hat sich gelohnt. Für alle.

Heute steht wieder ein grosser Schritt an. Grosse Herausforderungen stehen vor Winterthur. Das Bevölkerungswachstum. Die Klimaveränderung. Die Bedrohung der Artenvielfalt, unsere ökologischen Grundlagen. Eine weltweite Pandemie hat Teile unserer Gesellschaft im innersten getroffen. Alle diese Herausforderungen lassen sich nicht mit Sparen lösen.

Mit meiner konstruktiven und lösungsorientierten Art stelle ich mich echt und ehrlich diesen Herausforderungen. Nur Lösungen, die sowohl sozial-, umwelt- und wirtschaftsverträglich sind, bringen unsere Stadt wirklich voran. In der Zielsetzung braucht es dazu Veränderungsbereitschaft und Mut. Dafür stehe ich: Für eine mutige und gestaltende Stadt. Und darum strebe ich nicht nur eine Wiederwahl als Stadtrat an, sondern bin auch überzeugt, dass meine Lieblingsstadt einen Stadtpräsidenten braucht, der für sie Weichen in eine urbane, ökologische und soziale Zukunft stellen will.

Digitalisierung wirklich vorantreiben

Die Corona-Pandemie hat gezeigt: Winterthur hat im Bereich Digitalisierung einen Nachholbedarf. Eine Smart-City besteht aus mehr als ein paar Fancy Apps und einem Stadtmelder (der damit nicht herabgemindert werden soll). Zum Beispiel in einer zeitgemässen IT-Infrastruktur für die Mitarbeitenden in der Verwaltung. Wir wollen nicht, dass uns die Mitarbeitenden davonlaufen, wie das aktuell in Seuzach geschieht.

Damit Gewerbe und Wirtschaft gedeihen

Interessant zu beobachten war im vergangen Jahr, wie in der Pandemie die SP und die Grünen zu eigentlichen Gewerbe-und Wirtschaftsparteien geworden sind. Sie haben aufgezeigt, dass die Pandemie nicht allein mit einigen Krediten und dem Verzicht auf «Massnahmen» zu bewältigen ist. Und überdeutlich hat sich gezeigt, wie wichtig eine funktionierende Verwaltung, das Gesundheitswesen, Betreuungseinrichtungen und Schulen sind. Vor hundert Jahren wurden zur Unterstützung des Gewerbes und der Wirtschaft wichtige Infrastrukturvorhaben lanciert. Eine gute Infrastruktur ist nicht gratis, aber sie nützt allen. Winterthur muss sich antizyklisch verhalten, und darf jetzt nicht aus kleinbürgerlichem Sparfanatismus Investitionsvorhaben blockieren oder reduzieren. Vor 20 Jahren wurde aus genau solcher unüberlegter Spareuphorie das Schulhaus Laubegg zu klein gebaut. Inzwischen musste das Schulhaus aufwändig erweitert werden. Die Sparübung war ein Schuss nach hinten. Auch unser Gewerbe braucht jetzt Aufträge, um die Corona-Depression zu überstehen. Wir wollen diese Chance nutzen, die Stadt ökologisch aufzurüsten.

Für viele Entwicklungsvorhaben können bei Bund oder Kanton Beiträge beansprucht werden. Agglomerationsprogramme, KITA-Subventionierung, etc. Grobe Schätzungen gehen von bis zu 20 Millionen jährlich aus. Ich werde mich als Stadtpräsident extrem dafür einsetzen, dass solche Mittel auch wirklich beansprucht werden können. Dafür braucht es aber auch einen Gemeinderat, der das unterstützt.

Für Winterthur: klar, grün, sozial

Christa Meier sorgt im Baudepartement für Kontinuität und ein ökologisch und sozial ausgerichtete Stadtentwicklung. Nicolas Gallade hat als Sozialstadtrat gerade jetzt durch den durch ihn wesentlich vorangetriebenen Lastenausgleich mehr für die Stadtfinanzen erreicht, als wir durch Unternehmenssteuern einnehmen. Er bekämpft die Armut, statt die Armen. Zusammen bilden wir das Team, das meine Lieblingsstadt voranbringt. Gerne vertrete ich ein solches Team als Stadtpräsident in den nächsten Jahren.

Ich freue mich, dass meine Kandidatur durch die Geschäftsleitung und den Parteivorstand der SP Winterthur unterstützt werden und auf die Mitgliederversammlung der SP Winterthur am 20. April.

Ich freue mich auf Ihre Anregungen und auf einen konstruktiven Dialog.
Ihr Stadtrat


Kaspar Bopp