Wertschätzung gegenüber den städtischen Angestellten

Anfang Juni sagte die Stimmbevölkerung der Stadt Winterthur mit 63 Prozent Ja zur finanziellen Stabilisierung der Pensionskasse und damit Ja zu Ausgaben in der Höhe von 120 Millionen Franken. Dieses Geld fliesst in die städtische Pensionskasse PKSW und dient dort der Beseitigung der finanziellen Unterdeckung. Das Ja kommt den städtischen Angestellten zugute und ist alles andere als selbstverständlich.

Seit ihrer Verselbständigung im Jahre 2014 leidet die PKSW an einer Unterdeckung, da sie damals nicht mit genügend Kapital ausgestattet worden war. In der Folge getätigte Sanierungsmassnahmen brachten nicht den gewünschten Erfolg. Es mussten Leistungsreduktionen zulasten der städtischen Angestellten beschlossen werden; zusätzlich mussten sie Sanierungsbeiträge mittels Lohnabzüge leisten. Eine erste Vorlage des Stadtrats scheiterte 2019 im Parlament, was zur Folge hatte, dass diese ungeklärte Situation bis zum Abstimmungssonntag andauerte.

Zehn Jahre lang war für die städtischen Angestellten somit unklar, mit welchen Altersleistungen sie nach ihrer Pensionierung rechnen durften. Dazu kam die Ungewissheit, ob aufgrund zusätzlicher Sanierungsbeiträge weitere Lohnabzüge notwendig werden würden. Unter dieser Situation litt auch die Attraktivität der Stadt Winterthur als Arbeitgeberin. In Zeiten des Fachkräftemangels eine zusätzliche Herausforderung.

Ich persönlich verstehe das deutliche Resultat in zweierlei Hinsicht als Kompliment. Einerseits begrüsste die Stimmbevölkerung eine austarierte Vorlage, die durch qualitativ hochstehende Beratungen eine hohe Qualität erreicht hatte, und zu der alle Beteiligten einen Beitrag geleistet hatten. Anderseits ist es der Stimmbevölkerung wichtig, wie die Anstellungsverhältnisse der städtischen Angestellten geregelt sind. Sie schätzt die Dienstleistungen der Stadt Winterthur und damit der Einsatz jedes einzelnen Angestellten hoch genug ein, dass sie dazu bereit war, einen dreistelligen Millionenbeitrag zu sprechen. Ich bedanke mich für dieses ausdrückliche Zeichen der Wertschätzung.